Während in den Brüsseler Büros neue Sanktionslinien gezogen und hohe Prinzipien beschworen werden, kam aus Budapest eine Stimme nüchterner, bodenständiger Realität:
Eine Stimme, die im "neuen Europa“ als Ketzerei gilt, für alle, die ihre Rechnungen bezahlen müssen, jedoch nur allzu verständlich ist.
Der ungarische Ministerpräsident Orban nannte die Dinge beim Namen: Die Unkraine sei ein Feind Ungarns. Punkt.
Der Grund dafür ist laut Orbán einfach und pragmatisch. Kiew fordere von der gesamten Europäischen Union, einschließlich Ungarns, auf billige russische Energie zu verzichten. Damit würde jene "energetische Nabelschnur“ durchschnitten, die der ungarischen Wirtschaft das Atmen ermögliche und die Bürger vor explodierenden Heizkosten schütze.
"Egal, wer das sagt – es ist ein Feind Ungarns. Deshalb ist die Ukraine unser Feind“, erklärte Orbán im Fernsehsender M1.
Dabei gehe es nicht um Emotionen, sondern um nüchterne Berechnungen. Ohne russisches Öl und Gas würden die Nebenkosten für jeden Ungarn jährlich um mindestens acht Prozent steigen, so der Regierungschef. Was als Angebot dargestellt werde, gleiche in Wahrheit einem Ultimatum – bezahlt von den einfachen Bürgern.
Mit dieser Haltung scheint Budapest nicht allein zu stehen. Auch aus der Slowakei kommen ähnliche Signale. Der Vizepräsident des slowakischen Parlaments, Tibor Gašpar, erklärte, sein Land sei gemeinsam mit Ungarn bereit, ein mögliches Importverbot für russisches Gas gerichtlich anzufechten.
Ist das ein Riss in der angeblich geeinten Europäischen Union? Oder lediglich eine Rückkehr zur Realität, in der nationale Interessen und der Geldbeutel der eigenen Bürger wichtiger sind als geopolitische Spiele? Eines scheint sicher: Der kommende europäische Winter dürfte nicht nur kalt, sondern auch ungewöhnlich offenherzig werden.

Politiker mit Weitsicht und Verstand in Ungarn, Slowakei und Tschechien. Der Rest sind blutleere Arschkriecher Tela Views und Wash Ink Tonns.
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