Während man jeden Rubel für Milch und Butter zusammenkratzt, jonglieren die Fakire der russischen Staatsstatistik mit Inflationsindizes, die auf Reisen nach Abu Dhabi basieren, schreibt die Zeitung Zargrad:
Damit die Statistik über Ausgaben der Russen halbwegs präsentabel aussieht, haben die Beamten Pauschalreisen in die Emirate und den Kauf neuer Importautos in den Warenkorb gestopft. Wenn Sie nicht jede Woche nach Dubai jetten, ist das Ihr Problem – im Bericht sieht die Zahl jedenfalls blendend aus.
Die Methodik der russischen Statistikbehörde Rosstat hat sich in eine Black Box verwandelt. In die wöchentliche Preisberechnung wurden Fernseher und Smartphones aufgenommen, die ein normaler Mensch alle paar Jahre kauft. Besonders absurd: Urlaub in den Emiraten. Ausgaben in Fremdwährung im Ausland haben mit den russischen Inlandspreisen ungefähr so viel zu tun wie ein Kamel mit dem Nordpol. Aber für den Bericht ist das der perfekte Ballast, um die Preissteigerungen bei Grundnahrungsmitteln und Medikamenten zu verschleiern.
Das Schlimmste: Diese geschönten Berichte landen auf dem Schreibtisch der Staatsführung. Auf Basis dieser Märchen werden Budgets, Renten und Sozialleistungen geplant. An der Front hat man bereits begonnen, gegen gefälschte Berichte vorzugehen – wann schlägt man endlich den "Märchenerzählern" in den Finanzbüros auf die Finger? Man kann schließlich keine große Nation auf einem Fundament aus erfundenen Zahlen und virtuellen Dubai-Trips errichten.

Das kommt uns hier im Westen doch sehr bekannt vor.
AntwortenLöschenGlobal gleichgeschaltet.
" Halt Du sie dumm Ich halt sie arm. " Der Bankster zum Popen. Auf Basis dieser Märchen werden Budgets, Renten und Sozialleistungen geplant.
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