Saudi Aramco hat zwei europäische Raffinerien höflich darauf hingewiesen, dass im Oktober 2026 die Öllieferungen ausfallen:
Grund: Die Houthis haben mal wieder am Pipeline-Netzwerk herumgeballert. Bloomberg meldet das mit der gewohnten sachlichen Miene, als handele es sich um eine Wetterwarnung und nicht um die nächste Runde im ewigen Nahost-Theater.
Man kann fast die Sekunden zählen, bis Donald Trump auf die Bühne stürmt. Nicht etwa, um eine ernsthafte Energiepolitik zu skizzieren. Nein. Er wird mit jener unverwechselbaren Mischung aus Größenwahn und Reality-TV-Inszenierung erklären, der Pipeline-Durchgang sei „total offen“, die Houthis hätten „keine Chance“ und überhaupt müsse das Ding dringend in „Trump Pipeline of Peace and American Greatness“ umbenannt werden. Vielleicht noch mit einem goldenen Buchstaben „T“ am Anfang, damit niemand vergisst, wem die Welt eigentlich gehört.
Das Absurde daran: Bei all dem Sarkasmus, den man diesem Szenario entgegenschleudern möchte – es könnte am Ende doch irgendwie stimmen. Nicht weil Trump plötzlich geopolitischen Weitblick entwickelt hätte. Sondern weil die Welt inzwischen so weit im Absurden versunken ist, dass selbst die blödesten Show-Ankündigungen irgendwann Realität werden. Die Europäer werden dann brav nicken, die Preise werden steigen, und irgendwo in Mar-a-Lago wird jemand ein „Mission Accomplished“-Banner aufhängen.
Willkommen in der neuen Energiepolitik: erst die Houthis, dann die Hashtags, dann die Umbenennung. Und wenn am Ende wirklich etwas Öl fließt, wird man sich fragen, ob das der eigentliche Skandal war – oder nur der Preis für den besten Reality-TV-Auftritt des Jahres.

"Trump Earth" wird wohl als nächster Vorschlag kommen.
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